“Teach to Teach - Ein gemeinsamer Weg"

Instrumentallehrer und ihre Schüler im gemeinsamen Unterricht

Die Kunst des Lehrens erfordert Wissen und Können. Sie verlangt, unter Beachtung der Gesetzmäßigkeiten von Musik, Instrument und Körper, die Kunst der intuitiven Erfassung und eine kontinuierliche eigene Weiterbildung.

Dem Lehrer obliegt eine große Verantwortung. Der Fortlauf des Unterrichts sollte gut dokumentiert werden. Ein gut strukturierter Unterrichtsablauf und die Fähigkeit den Überblick zu behalten, sind wichtige Eigenschaften.

Das Unterrichtsziel muss zwischen Eltern, Schüler und Lehrer klar definiert werden. Aufgabe des Lehrers ist es, den Schüler instrumental und musikalisch zu fördern, sowie ihn bei der Entwicklung der Persönlichkeit zu unterstützen.

Unsere Methode soll Lehrer und Schüler anregen zu experimentieren, sich selbst zu erkennen und daraus eine gemeinsame Sprache zu finden.

Die gemeinsame Kreativität fördert die Faszination des Lernens und hält den Unterricht lebendig!

I. Um eine gemeinsame Grundlage zu etablieren, ist folgendes über Lehrer und Schüler zu erfahren

Lehrer Schüler
persönliche Erinnerungen und Erfahrungen (auch außermusikalisch) als Schüler/Student Alter
  Schulform / Schwerpunkte
Berufserfahrung als Lehrer und Instrumentalist Hobbies/Interessen
warum DIESES Instrument? warum DIESES Instrument?
Unterrichtsmotivation Unterrichtserwartung
Lampenfieber/Bühnenangst Lampenfieber/Bühnenangst
Verhältnis zum Schüler Verhältnis zum Lehrer
Teamarbeit/Teamfähigkeit  
Humor im Unterricht  

II. Einige wichtige Voraussetzungen

Lehrer Schüler
eigene Fortbildung/Supervision Motivation
Erkennen des Schülertypus Hören verschiedener Musikstile
Absprache zum Lehrerwechsel Wünsche, Erwartungen, Ziele
Absprache zur Beendigung des Unterrichts  

III. Bedingungen für eine produktive Unterrichtsatmosphäre

  • Zeit und Ruhe
  • gegenseitiges Vertrauen
  • räumlicher Abstand zwischen Lehrer und Schüler

IV. Elemente eines erfolgreichen Unterrichts

  • Zuhören des Lehrers
  • Achtsamkeit
  • Zeit geben zum Vorspielen
  • Förderung von Kreativität und Autonomie des Schülers
  • Balance zwischen verbalen Erklärungen und instrumentaler Demonstration
  • Lob und Kritik
  • Wertschätzung von Fehlern
  • „one point only“
  • Zeiteinteilung des Unterrichts
  • Vorbereitung von Literatur für Kammermusik & Orchester
  • Auswahl Technik- und Spielliteratur
  • Kontakt zu den Eltern
  • didaktisches Material
  • gemeinsames Musizieren
  • Klavierkorrepetition

V. Unterrichtsprinzipien

  • „vom Unbekannten zum Bekannten“ - Verknüpfung des Erlernten mit neuen Elementen
  • Lernmuster
  • Lernkette „Erleben – Erkennen – Benennen“
  • Phantasie wecken und Assoziationen entwickeln
  • Motivation
  • Einheit von Musik und Technik
  • „wie mache ich Musik“ - Training der Spielsteuerung und Lenkung der Aufmerksamkeit
  • instrumentenspezifisches Körpertraining
  • Singen und Dirigieren
  • Erkennen von Schwierigkeiten und Fehlern
  • Erlernen von Übemethoden
  • Schulung von Intonation, Metrik (Puls), Rhythmik, Melodik, Harmonie
  • Stil, Form, Struktur
  • Vorspieltraining

VI. Schwerpunkte des Unterrichts

  • Differenzierung kurzfristiger und langfristiger Ziele
  • Kammermusik
  • Orchester
  • Kurse
  • Vorspiele
  • Wettbewerbe
  • Studium